Lehrstuhl für Baustoffkunde mit neuem Professor

29.05.2020
  Prof. Matschei im Betonlabor Urheberrecht: ibac

Zum 01.04.2020 hat Professor Thomas Matschei die Leitung des Lehrstuhls für Baustoffkunde am Institut für Baustoffforschung (ibac) übernommen. Er tritt damit die Nachfolge von Professor Wolfgang Brameshuber an, der 2016 verstorben ist.

Thomas Matschei kommt von der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) in Dresden, wo er seit 2017 als Professor für Betonbaustoffe und Instandsetzung von Betonbauwerken tätig war.

Der gebürtige Thüringer studierte Bauingenieurwesen an der Bauhausuniversität Weimar und promovierte als Stipendiat des Forschungsnetzwerkes nanocem an der University of Aberdeen bei Professor F.P. Glasser zum Thema „Thermodynamics of Cement Hydration“. Während seiner anschließenden Tätigkeit u.a. als Leiter des Bereichs „Neue Zemente und Bindemittel“ bei dem Unternehmen LafargeHolcim in der Schweiz sammelte er umfassende Erfahrungen an den Schnittstellen von Forschung und Entwicklung, Anwendungsberatung und Marketing.

„Die weltweite Baustoffindustrie ist im Wandel. In Zeiten neuer digitaler Geschäftsmodelle und wissenschaftsbasierter Klimaziele ist es wichtiger denn je, die Realisierung innovativer, umweltorientierter Baustofflösungen voranzutreiben. Ich freue mich darauf, gemeinsam mit dem Team vom ibac dieser Herausforderung mit neuen Ansätzen zur CO2-Reduktion entlang des gesamten Baustoffkreislaufs zu begegnen und damit auch die nationale und internationale Sichtbarkeit des Instituts für Baustoffforschung weiter zu stärken“, so Thomas Matschei.

Im Fokus der interdisziplinären, praxisorientierten Forschungsausrichtung des Lehrstuhls für Baustoffkunde stehen innovative Bindemittel sowie umweltverträgliche Beton- und Baustoffsysteme und deren Anwendung für energie- und ressourceneffiziente Bauwerke. Ein zentraler Baustein ist die Entwicklung grundlegender Materialmodelle zur Unterstützung der Forschungsaktivitäten. Der Lehrstuhl ist darüber hinaus eine anerkannte Prüf-, Überwachungs- und Zertifizierungsstelle nach Landesbauordnung (LBO) sowie eine notifizierte Zertifizierungsstelle nach Bauproduktenverordnung (BauPVO).